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Alt 24.01.13, 14:18   #3
Galgenstein
 
Registriert seit: 25.06.11
Beiträge: 15
Standard Salomonisches Urteil gefragt

Es sind zwei Aspekte klar zu trennen: zum einen die rein unternehmerische Seite. Hier kann keiner ohne den anderen, wie es aussieht. Die Idee als solche sollte man nicht überbewerten. Wodkamarken gibt es wie Sand am Meer. Ein weitere Marke zu gründen hat nichts genialisches. Aber wie jede Idee lebt auch diese letztlich von der Fähigkeit sie umzusetzen. Dabei spielte das Marketing eine entscheidende Rolle. Hier müssen sich beide die Frage stellen, ob es ohne den anderen überhaupt soweit gekommen wäre. Wenn nein, dann sollte man fifty-fifty teilen.
Davon abzuziehen ist der Wert des Kapitaleinsatzes. Vermutlich haben die Investoren einen sehr viel höheren Beitrag als Gründer Brooks geleistet. Auch Sie riskieren eine ganze Menge, aber sie sind nur bereit dieses Geld zu investieren, weil beide hervorragende Arbeit leisten. Ihr Vertrauen gilt nicht dem einen oder dem anderen, sondern dem Team. Ohne dieses Vertrauen hätte Brooks seine 250.000 vermutlich abschreiben müssen.
Meine Lösung sähe daher wie folgt aus: die beiden Gründer bewerten ihren Beitrag je hälftig und poolen ihren Stimmrechte. Darüberhinaus bekommt Brooks einen Anteil von z.B. 20% auf der Investorenseite. Die Investoren hätten dann zusammen 12%. Die Gründer hielten dann gemeinsam noch 88% gemeinsam und zu gleichen Teilen. Bei einem Verkauf würde Brooks dann zusätzlich als Investor profitieren und damit seinen Kapitaleinsatz zusätzlich vergütet bekommen.
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Alt 16.01.13, 17:17   #2
Bianca Gade
 
Beiträge: n/a
Standard Eine Vertrauensfrage

Spannende Frage, hier mein Urteil zum Fall:

Die dritte Antwort des Herrn Hennerkes kann ich auf keinster Weise zustimmen, da sie riskiert das Signal zu setzen, er wolle Tyler abspeisen. Hinzufügen möchte ich noch: Nicht jeder Mitarbeiter ist austauschbar. Taylor als Null-acht-fuffzehn Arbeitnehmer hinzustellen halte ich für daneben. Wären alle ANs so wunderbar emotionslos und austauschbar, hätten wir Maschinen an den Schreibtischen sitzen.

Die zweite Antwort des Herrn Olinto tendiert in die selbe Richtung. Großzügig heißt nicht gleich gleichberechtigt, was Tyler offensichtlich möchte. Egal wie "großzügig" es sein wird: Der Mensch vergleicht IMMER. Somit stände Tyler immer nur als die Nummer zwei dar. Ob Tyler mit diesem Zeichen in Zukunft wieder 110% gibt, wage ich zu bezweifeln.

Die erste Antwort, das Unternehmen in gleiche Teile aufzuteilen, scheint mir für beide Gründer, die Vernünftigste zu sein. Und das hat einen einfachen Grund: Vertrauen ist sehr wichtig. Vertrauen wirkt motivierend und hat dazu viele angenehme Nebeneffekte. Einer ist "das Loslassen" und das "nicht ständig kontrollieren müssen". Die Gründer sollten ihre Energie besser in das Unternehmen als in quälende Fragen.

Je nachdem könnte Tyler aber auch mit einer Kombination von Antwort zwei und drei zufrieden sein: Ein regelmäßiges Gehalt, einen Anteil von 30 oder 40% am Unternehmen, einen Posten als Geschäftsführer und oben drauf eine Gewinnbeteiligung.

Dass beide sich darüber vorher Gedanken hätten machen sollen, steht außer Frage. Da das Kind aber nun mal in den Brunnen gefallen ist, sollte man sich auf die Gegebenheiten konzentrieren.
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Alt 11.01.13, 10:10   #1
fsadmin
Administrator
 
Registriert seit: 19.02.07
Beiträge: 430
Standard Fallstudie: Wie stark sind Familienbande?

Der junge Wodkaproduzent Erbe, ein von zwei Vettern geführtes Start-up, ist dabei, sich am Markt zu etablieren. Da entbrennt zum ersten Jahresabschluss ein Streit darüber, wem welcher Anteil am Unternehmen gehört.

http://www.harvardbusinessmanager.de.../a-876520.html
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