|
|
#3 |
|
Registriert seit: 21.02.11
Beiträge: 5
|
Zuerst einmal herzlichen Dank für das Feedback. Bei der Unterscheidung von Management und Leadership ist in der Tat nicht ganz einfach. Ich halte es da mit meinem sehr geschätzten Kollegen Professor Frank H. Witt (Windhuk), der diese Diskussion einmal als reichlich bizarr bezeichnet hat. Man kann nicht managen ohne zu führen und umgekehrt. Diese strikte Unterscheidung dient uns in der Theorie, besser zu verstehen, sie hat aber doch recht wenig mit der komplexen Wirklichkeit zu tun ("The map is not the territory", Alfred Korzybsk). Deshalb würde ich diese Unterscheidung im Sinne Hans Vaihingers als "nützliche Fiktion" bezeichnen, als Orientierungshilfe. Witt verwendet gerne das Bild eine Schwarzwälder Kirschtorte: Egal wo ich schneide, ich habe immer von allem etwas, allerdings können sich die Verhältnisse zischen Teig, Kirschen und Sahne von Stück zu Stück verändern.
Wenn hier ein Fokus auf das Negative durchschimmern sollte ist das bestimmt nicht meine Absicht. Andererseits betrachte ich es aber auch als eine Verschwendung knapper Führungsressourcen, wenn sich Führungskräfte vor allem darum kümmern, was ohnehin läuft. Genau das würde ich nicht als Führung bezeichnen (wobei ich Führung primär als strategische Führung und im Sinne der Gestaltung einer Spannung aus Stabilität und Veränderung in sozio-technischen Organisationen verstehe). Ich halte es auch für nicht unproblematisch, Erfolge - die ja immer Erfolge in der Vergangenheit sind - so ohne weiteres in die Zukunft zu verlängern. Letztlich ist es Aufgabe von Führungskräften auch unangenehme Anpassungen vorzunehmen: Die Wirtschaft ist eben keine Walldorfschule. Beste Grüße, LB+ |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Beiträge: n/a
|
Eine schöne Metapher - wobei mir diese eher aufs Management als für Führung oder Neudeutsch: Leadership passt.
Ich finde zudem, dass der Fokus doch sehr stark auf die Defizite gesetzt ist. Drei der Tischbeine lenken die Aufmerksamkeit doch eher auf die Dinge, die eben nicht funktionieren. Das ist auch wichtig, passiert aber gerade in unserem Kulturkreis mitbdem Fokus aufs Negative ja geradezu automatisch. Ich finde eine Führungskraft sollte eher auf die Dinge schauen, die gut funktionieren und diese weiter ausbauen. Die Frage ist nicht, was tue ich mit all den Problemen, sondern wie multipliziere ich die Erfolge. Meine Erfahrung sagt mir, dass das wesentlich wichtiger für eine erfolgreiche und echte Führungskraft ist. VG, A. Sobanski |
|
|
|
#1 |
|
Administrator
Registriert seit: 19.02.07
Beiträge: 413
|
Was macht eine gute Führungskraft aus? Eine Metapher hilft Managern, die eigene Aufgabe besser zu verstehen, ihr Unternehmen voranzubringen und Job und Privatleben in Balance zu halten.
http://www.harvardbusinessmanager.de.../a-880584.html |
|
|
|




