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Alt 19.02.13, 08:09   #13
Prof. Dr. M.-N. Däfler
 
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Die Liste der Stressoren ist freilich lang, gleichwohl rangiert "Hetze/zu wenig Zeit für zu viel Arbeit" ganz oben auf der Rangliste stressauslösender Faktoren. Natürlich müsste eine umfassende Analyse des Themas eine Betrachtung aller psychisch-mentalen, physikalische, soziale ... Stressverursacher beinhalten, doch dies ist bei einem (bewusst) provozierenden Kommentar nicht möglich und auch nicht gewollt.

Einen stressfreien Arbeitstag wünscht allen Lesern
Martin-Niels Däfler
Prof. Dr. M.-N. Däfler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.13, 14:06   #12
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Ich denke das Thema Stress greift deutlich zu kurz wenn es nur um die zeitliche Komponente an einem Arbeitstag geht. Was ist denn mit Dingen wie z.B. der Druck bestimmte Ziele über eine längerfristige Periode zu erreichen, drohender Arbeitsplatzabbau oder ähnliches?

F95
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Alt 18.02.13, 09:39   #11
Prof. Dr. M.-N. Däfler
 
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Standard Stress ist subjektiv

Ich freue mich über die lebhafte Diskussion, die zustimmenden sowie kritischen Kommentare. Um Eines klar zu stellen: Freilich ist Stress subjektiv und als Externem steht es einem nicht zu, über das Ausmaß des empfundenen Stressniveaus anderer zu urteilen. Genauso offensichtlich ist (u. a. ablesbar an entsprechenden Krankheitsstatistiken), dass es heute mehr Gestresste gibt als früher.

Mein Anliegen war, die Diskussion um Stress und Burn-out etwas zu versachlichen und auf die zweifelsfrei vorhandenen Fälle hinzuweisen, in denen Mitarbeiter über Stress klagen, obwohl sie selbst wissen, dass dem so nicht ist, aber dennoch in das Lamento einstimmen. Wie groß diese Anzahl (die "Schnittmenge" ist), vermag ich nicht zu beziffern - jedoch: es gibt sie, wie ich aus eigener Erfahrungen sowie etlichen glaubhaften Berichten meiner Kunden und Studierenden weiß.
Prof. Dr. M.-N. Däfler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.13, 22:51   #10
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Standard Weich weicher und dann schreibt man Artikel

Der Punkt "lamentieren" ist ein guter Einstieg, worüber wird hier lamentiert?
Was ist Stress und wenn das steht, gilt für jeden das gleiche Kriterium?
Also ich habe noch nicht von so einem allgemeingültigen Kriterium gehört.

Fazit des Artikels ist die gute alte Bundeswehr Parole: Hintern zusammenkneifen und es nehmen wie es kommt und nicht so viel jammern.

Hier eine Alternativdeutung - Menschen die in ein Unternehmen kommen und dort Aufgaben bekommen für die sie nicht vernünftig vorbereitet wurden und auch nicht vernünftig geführt werden. Strategie lautet: macht Millionen, der Rest ist exekutiv von euch zu lösen. Einarbeitungspläne sind auf dem Papier festgehalten für das nächste Audit, HR ist eine Abteilung zur Kostenkontrolle und nicht für Personalentwicklung zuständig. Chefs je nach Altersstruktur an der eigenen Karriere bastelnd oder mit den Gedanken beim kommenden Restrukurierungsprogramm in der Hoffnung auf den goldenen Handschlag. Dazu gebe man noch ein bisschen intransparente Kommunikation des Topmanagements garniert mit hochglanzmarketingpostern.

Was dabei herauskommt ist eine Mischung aus Makulatur und Ratlosigkeit. Was tut jemand dem eine ordentlich vorgegebene Struktur fehlt? Er flüchtet sich in Aufgaben die er kontrollieren kann - sprich Dinge für die nur ich den Hut aufhabe nämlich privates.

Nur mal ein alternativer Denkanstoß.
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Alt 17.02.13, 09:57   #9
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Aus meinem beruflichen Umfeld heraus habe ich die Erfahrung gemacht, dass häufig diejenigen, welche sich lautstark über ihre enorme Arbeitsbelastung äußern, eher denjenigen zuzuordnen sind, deren tatsächliche Arbeitsleitstung eher überschaubar ist. Hier gilt häufig das Motto: nur wer jammert, wird von seinen Vorgesetzten wahrgenommen. Dabei ist es kein Widerspruch, wenn diejenigen auch noch während ihrer Arbeitszeit private Angelegenheiten erledigen können.

Auf der anderen Seite sprechen die Mitabeiter, welche ein wirklich hohes Arbeitspensum schaffen (das betrifft sowohl hohe als auch niedrigere Verantwortungsbereiche) sehr selten über ihre Belastung durch Stress. Das bewirkt, dass sie noch mehr Aufgaben übertragen bekommen, während die "Jammerer" häufig unbehelligt bleiben. Ich glaube, ich muss nicht mehr explizit zu erwähnen, welche Gruppe tatsächlich von Burn-out und anderen stressbedingteen Krankheiten betroffen ist.

Ich will mit dieser Aussage nichts verallgemeinern, aber dieser Aspekt verdient bei dieser Diskussion ebenfalls Berücksichtigung.
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Alt 16.02.13, 20:15   #8
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... "dass viele Menschen unbedarft von Stress und Burn-out sprechen, obwohl dies gar nicht der Fall ist."

Woher weiß denn bitteschön ein Anderer wann ich mich gestresst fühle? Was meine ganz persönliche Belastungsgrenze darstellt?

Sind die "Anderen" Ihre Schnittmengen, Grafiken, Zahlen oder sonstige prozentuale Durchschnittswerte?

Ich denke, etwas Emotionalität könnte Ihrer rationalen Betrachtung nicht schaden (und würde Sie klarer sehen lassen, was WIRKLICH wichtig ist)

Herzliche Grüße
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Alt 16.02.13, 11:46   #7
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Standard 8 Stunden ohne Pause

Ich wuerde gerne mal den Arbeitnehmer kennenlernen, der sich 8 Stunden lang ohne Unterbrechung so konzentrieren kann, dass er nur effizient arbeitet. Das ist eine voellig falsche Grundannahme.
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Alt 16.02.13, 06:24   #6
markusfrey
 
Beiträge: n/a
Standard Nicht nur das Stressgefühl steigt

Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass die Begriffe Stress und Burnout da und dort etwas gar inflationär gebraucht werden. Trotzdem sollten wir uns nichts vormachen: die Zahlen deuten in eine Richtung, die wir wirklich nicht mehr nur mit einem Schulterzucken beantworten sollten. Und ich meine jetzt nicht die Umfragen zum Stressempfinden, sondern die Zahlen, die die Zunahme der stressbedingten Krankheiten(!) berichten. Vor allem die sollten wir ernst nehmen.
-Eine andere Frage ist die Frage nach den Ursachen. Die quantitative Arbeitsbelastung? Das mag da und dort der Fall sein und ist sicher unterschiedlich zu beurteilen. Allerdings glaube ich schon lange nicht mehr, dass dies wirklich eine Hauptursache ist. Viele Umfragen und Untersuchungsergebnisse weisen eher in eine andere Richtung. Wesentlich bedeutsamer scheinen persönliche Antworten auf den Sinn des eigenen Daseins im Allgemeinen und den Sinn des persönlichen Engagements im Speziellen zu sein, ebenso die real ablaufende Wertschätzung durch Vorgesetzte, Mitarbeiter, Kunden und die Möglichkeiten selbstbestimmten Handelns. So genannte "weiche" Faktoren... mit ganz harten gesundheitlichen und wirtschaftlichen(!) Auswirkungen!!
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Alt 15.02.13, 19:44   #5
Gudrun Happich
 
Registriert seit: 09.07.12
Beiträge: 7
Standard Grenzen verschwimmen

Ich denke auch, dass die Diskussion zum Thema Stress/Stressmanagement häufig zu oberflächlich geführt wird. Die Begriffe werden inflationär verwendet, ohne überhaupt darüber nachzudenken, was sie eigentlich bedeuten. So muss Stress ja nicht zwingend mit hoher Arbeitsbelastung zu tun haben. Dagegen wird die Schwierigkeit, Grenzen zu setzen – etwa zwischen Privatem und Beruflichem, wie Sie es im Artikel beschreiben – aus meiner Erfahrung als Führungskräfte Coach von vielen als sehr belastend empfunden. Und genau das, häufig verbunden mit dem Gefühl des Ausgeliefertseins, führt dann oft zu negativem Stress.
Gudrun Happich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.13, 18:39   #4
archimedi
 
Registriert seit: 15.02.13
Beiträge: 2
Standard Da passt noch etwas nicht, Herr Professor!

Nur weil über etwas gesprochen wird, handelt es sich nicht automatisch um Belange von Marketing und/oder Kommunikation... - Oder sind diese Zauberfächer nun für alles zuständig?
archimedi ist offline   Mit Zitat antworten

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