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Alt 07.03.12, 23:29   #4
Galgenstein
 
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Beiträge: 15
Standard Der Artikel über Media Markt lässt einen sehr wesentlichen Aspekt ausser acht:

Anders als andere Handelsketten funktionieren die Mediamärkte nach einem Franchise-Prinzip. Es war nicht das Management bei Metro, das nicht in der Lage war zu sehen, was sich im Internet abspielte, sondern die heterogen funktionale Gebundenheit des Geschäftsmodells an die Partner, welche die Märkte vor Ort führen. Der Internethandel ist hingegen nicht ortsgebunden, sondern funktioniert standortübergreifend. Der Erfolg dieses Shops kann vom Franchisepartner kaum beeinflusst werden. Dieser Internetshop kannibalisiert zwangsläufig das Ladengeschäft, d.h. auch dann wenn die Mediamarktgruppe insgesamt durch das Internet höhere Umsätze und Gewinne macht, der einzelne Mediamarkt verliert dadurch. Je erfolgreicher die Internetstrategie ist, desto mehr würden die einzelnen Märkte darunter leiden. Die neue Strategie ist daher in gewisser Weise etwas halbherzig und beruht primär auf der Hoffnung den verlorenen Kunden, der zu den Onlineanbietern abgewandert ist wieder zurückzugewinnen, nicht aber den vorhandenen Kunden eine Alternative zu bieten. Dieses Dilemma kann Mediamarkt auch nicht durch einen perfekten Webauftritt lösen.
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Alt 07.03.12, 18:37   #3
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Beiträge: n/a
Standard Das Gift der Austauschbarkeit

Schlechte Karten haben vor allem solche Anbieter, deren Produkte vergleichbar sind. So wie im genannten Fall von Media Markt, die exakt den gleich Fernseher verkaufen wie der Wettbewerb. Dieser Preisdruck-Falle entkommt ein Anbieter nur wenn er eine Marke ist (Beispiel Ikea) oder etwas anbietet was im Wert schwer einschätzbar ist (Beispiel Rotwein/Jacques Weindepot). Jens-Uwe Meyer hat recht: Optimierungsschritte sind kein Fortschritte, weil eben alle Wettbewerber es tun. So wie auch Benchmarking nur alle Wettbewerber zur gleichen (austauschbaren) Identität führt, statt eine schwer ersetzbare Marke zu bilden. Nur Andersartigkeit des Angebots ist eine Chance auf Erfolg, weil man nur so dem Preisdruck durch Austauschbarkeit entgeht. Wir haben uns mit dem zentralen Problem des "Preisdruck wegen Austauschbarkeit" in Ausgabe 67 des Magazin eFRIEND näher beschäftigt: http://www.magazin-e-friend.de/67.html - Der Artikel beschreibt die giftige Wirkung der Angebotsgleichheit und den Zielkonflikt zwischen Nachfrager und Anbieter, vor allem in Zeiten des Internet.

Gruss aus HH
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Alt 07.03.12, 12:28   #2
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Beiträge: n/a
Standard Barcode

leider sind die Informationen nur halb wahr. Genauso wie viele Artikel durch die Änderung der Produktbezeichnung "customized" werden, so geschieht das auch mit den Barcodes. Viele große Ketten bzw. Handelshäuser arbeiten nicht mit standardisierten Barcodes und darum nützt solch eine in dem Bericht beschriebene App nur bedingt. "sind ja nicht blöd"
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Alt 07.03.12, 07:40   #1
fsadmin
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Registriert seit: 19.02.07
Beiträge: 414
Standard Blog: Die Media-Markt-Falle

Einst wurde Media Markt als radikaler Innovator gefeiert, heute wird der Elektronikhändler selbst durch das Internet bedroht. Doch das Management reagiert nur halbherzig - wie so viele Einzelhändler. Dabei ist gerade jetzt Mut gefragt.

http://www.harvardbusinessmanager.de.../a-819667.html
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