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Registriert seit: 25.06.11
Beiträge: 15
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Selbst- und Fremdzuschreibung der Aufgaben, die sich mit den unterschiedlichen Rollen verbinden, driften auseinander. Team und Leiter arbeiten nicht miteinander, sie arbeiten nebeneinander. Der Chef scheint wenig von dem mitbekommen zu haben, was in seinen Forschern abläuft. An dieser Stelle können die vorgeschlagenen Teambildungsmaßnahmen sicherlich weiterhelfen.
Sichtlich wird von den Forschern anderes als das erwartet, was sie sich vorgestellt haben. Diese sind als Forscher unterfordert und als Sachbearbeiter überfordert bzw. nicht sonderlich an dieser lästigen Pflicht interessiert. Wo ist die Sekretärin der Abteilung? Diese fehlt und so hat Oldenheim als Leiter der Forschung den Förderantrag an seine Forscher delegiert. Warum eigentlich? Er ist der verantwortliche Manager für diesen Bereich. Jeder Beruf bringt lästige Pflichten mit sich. Wenn diese aber ganze Tage ausfüllen, bleibt das wozu man sich als Forscher berufen fühlt und der Tätigkeit Sinn verleiht, aussen vor. Für die Forscher muss es frustrierend sein ihre Stärken nicht zeigen zu dürfen und statt dessen Aufgaben zugeteilt zu bekommen, die nicht ihren Erwartungen entsprechen. Als sie einen Geistesblitz haben, weist Oldenheim diesen brüsk zurück, weil es wichtigeres zu tun gibt. Was die jungen Forscher entdeckt zu haben glauben, interessiert ihn nicht, obwohl es von großer Tragweite sein könnte. Die Forscher fühlen sich verletzt. Die Verletzung von Richtlinien (kein Bier im Labor) wiegt die "Entdeckung" nicht auf. Deutlich demonstriert er damit, dass Form wichtiger als Inhalt ist, er sie nicht ernst nimmt und sie als Forscher geringschätzt. Forschen dürfen sie dann, wenn sie sich korrekt verhalten, zur Belohnung. Kein Wunder, dass sie ihn nicht mehr ernst nehmen. |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 30.01.11
Beiträge: 15
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Ich bin von der Einschätzung von Frau Zirngibl, die Wissenschaftler seien überfordert, doch überrascht.
Der Vorwurf, den Wissenschaftlern würde Verständnis für produkt- und ergebnisorientierte Forschung abgehen ist nicht zu halten, angesichts der Tatsache, dass es ihnen bei ihrem "Jugend forscht"-Experiment darum ging, den Energiebedarf zu reduzieren. Das ist an der Universität relativ irrelevant, angesichts der Maßstäbe, in denen gewöhnlich gearbeitet wird. Für ein Unternehmen, dass im Großmaßstab Produkte herstellt, ist der Energiebedarf aber durchaus ein Faktor. Die Crux liegt vielmehr woanders: "Zum Forschen kam momentan keiner der promovierten Wissenschaftler - obwohl er ihnen genau das im Vorstellungsgespräch versprochen hatte." Man wollte unbedingt brilliante Wissenschaftler haben, momentan beschäftigt man sie aber mit Aufgaben, die ein technischer Redakteur vermutlich mit etwas Zuarbeitung auch erledigen könnte. Die Drei stehen da und fragen sich, wozu sie eigentlich promoviert haben. Sie möchten gerne Probleme lösen, Fragestellungen klären und etwas Neues schaffen. Genau das können sie nicht. Natürlich ist das Unternehmen dringend auf den Bericht angewiesen. Aber es hat dazu die falschen Leute zur falschen Zeit angestellt. Jemand mit geringeren wissenschaftlichen Ambitionen, z.B. jemand, der direkt nach dem Diplom/Master in die Industrie gewechselt ist, oder z.B. als technischer Redakteur gearbeitet hat, einem oder zwei Wissenschaftlern an die Seite zu stellen wäre vermutlich nicht nur sinnvoller sondern auch günstiger gewesen. Das wissenschaftliche Team voll aufstocken kann man immer noch, wenn der Auftrag da ist und es an die tatsächliche Substanz geht, das Verfahren weiter zu optimieren. Dass Berichte und Anträge dazugehören ist auch für Wissenschaftler selbstverständlich. Dass sie nichts anderes mehr machen eher unerträglich. Wenn ich Leuten nur noch Tätigkeiten gebe, die weder ihren Neigungen NOCH ihren Stärken entsprechen, dann ist Frustration vorprogrammiert. Mehr noch: Die Drei müssen den Eindruck gewinnen, dass ihre einzige Daseinsberechtigung im Moment ist, dass sich das Unternehmen mit ihren Doktortiteln schmücken kann. Denn die Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit - und die ist es, die durch den Doktortitel nachgewiesen wird - ist für die momentane Tätigkeit nicht relevant. Angesichts eines solchen Umgangs ist es nicht weiter verwunderlich, wenn bis in die Spitzenpolitik hinein Doktortitel als pures Statussymbol angesehen werden, das man sich egal mit welchen Mitteln aneignen darf. Nur frustriert das die Leute, die hart dafür gearbeitet haben, umso mehr. |
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Administrator
Registriert seit: 19.02.07
Beiträge: 431
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Für ein neues Projekt hat ein Biotechnologieunternehmen hoch bezahlte Forscher in die Provinz geholt. Doch bevor es richtig losgehen kann, müssen noch etliche bürokratische Hürden genommen werden. Eine Arbeit, die die Experten eher lustlos angehen.
http://www.harvardbusinessmanager.de.../a-881296.html |
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